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Scania, DAF und Iveco Elektro-Lkw: Modelle, Reichweite, Preise
Scania, DAF und Iveco Elektro-Lkw: Modelle, Reichweite, Preise
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Scania, DAF und Iveco Elektro-Lkw: Modelle, Reichweite, Preise

Die Elektro-Lkw von Scania, DAF und Iveco: Scania 45 R/S BEV und 25 P/L, DAF XF/XG, XD und XB Electric, Iveco S-eWay mit LFP-Batterie und eDaily – Batterie, Reichweite, Ladeleistung, Preisband und Serienstatus.

Neben Mercedes-Benz, MAN und Volvo bieten drei weitere europäische Hersteller elektrische Sattelzugmaschinen und Motorwagen in Serie an. Jeder hat einen eigenen Schwerpunkt: Scania die Ladeleistung, DAF die Breite im Verteilerverkehr, Iveco die LFP-Batterie mit zehn Jahren Garantie. Die Modelle im Überblick – mit Herstellerreichweite, errechnetem Verbrauch und Preisband.

Scania

45 R/S BEV: die Sattelzugmaschine

560 kWh, rund 500 km Herstellerreichweite, etwa 115 kWh je 100 km, MCS mit 750 kW bestellbar. Bestellbar seit Mai 2026, Preisband nach Marktbeobachtung etwa 280.000 bis 320.000 Euro netto. Auf der IAA Transportation 2026 hat Scania zusätzlich eine Variante mit Batterie hinter der Kabine für bis zu 720 km gezeigt – der Weg, auf dem Scania in die Reichweitenklasse von MAN eTGX und Volvo FH Aero Electric aufschließt.

25 P/L BEV: der Motorwagen

520 kWh mit sechs Batteriepaketen, rund 450 km, etwa 95 kWh je 100 km, 240.000 bis 290.000 Euro netto, Serie seit 2023. Scania ist im Verteilerverkehr traditionell stark bei Getränke- und Lebensmittellogistik sowie Entsorgung – genau die Profile, die mit Rückkehr ins Depot elektrisch am frühesten aufgehen.

DAF

XF und XG Electric: die Sattelzugmaschinen

525 kWh, rund 500 km, etwa 112 kWh je 100 km, 260.000 bis 300.000 Euro netto. Der XF Electric ist seit 2025 in Serie, der XG Electric mit größerer Kabine seit Mai 2026. DAF liegt damit preislich am unteren Rand der etablierten europäischen Hersteller.

XD und XB Electric: der Verteilerverkehr

  • XD Electric (6×2-Motorwagen): 525 kWh, rund 500 km, etwa 95 kWh/100 km, 240.000 bis 280.000 Euro, Serie seit 2023.
  • XB Electric: 282 kWh, rund 350 km, etwa 72 kWh/100 km, 170.000 bis 210.000 Euro, Serie seit 2024 – der städtische Verteiler.

Iveco

S-eWay Artic: die LFP-Sattelzugmaschine

603 kWh, rund 600 km, etwa 118 kWh je 100 km, 270.000 bis 310.000 Euro netto, Auslieferung ab 2026. Der Unterschied liegt in der Zellchemie: Iveco setzt auf Lithium-Eisenphosphat (LFP) und gibt zehn Jahre Batteriegarantie. LFP hat eine geringere Energiedichte, gilt aber als zyklenfester und thermisch stabiler – für eine lange Haltedauer und den späteren Wiederverkauf ein Argument.

S-eWay Rigid und eDaily

  • S-eWay Rigid (6×2): 603 kWh, rund 500 km, etwa 95 kWh/100 km, 230.000 bis 270.000 Euro, Serie seit 2025.
  • eDaily (bis 7,2 t): 111 kWh, rund 300 km, etwa 35 kWh/100 km, 75.000 bis 95.000 Euro, Serie seit 2023 – die Transporterklasse, bei der sich Elektro heute am schnellsten rechnet.

Iveco hat außerdem den S-eWay Fuel Cell mit Wasserstoff im Programm; ohne eigene Betankung ist das 2026/27 wirtschaftlich keine Option. Die Einordnung steht im Technologievergleich.

Im Vergleich

  • Größte Reichweite der drei: Iveco S-eWay Artic mit 600 km Herstellerangabe.
  • Günstigster Einstieg im Schwerverkehr: DAF XF Electric ab rund 260.000 Euro.
  • Weitestgehende Batteriegarantie: Iveco mit zehn Jahren auf LFP.
  • Ladeleistung: Scania mit MCS 750 kW bestellbar.

Die vollständige Übersicht aller Hersteller inklusive chinesischer Anbieter steht in der Fahrzeugübersicht; die großen drei im Detail in den Beiträgen zu Mercedes, MAN und Volvo und Renault.

Die Herstellerwahl ist die kleinere Frage

Zwischen den Herstellern liegen bei der Sattelzugmaschine 40.000 bis 60.000 Euro im Preis. Zwischen einem Depotstrompreis von 24 und einem von 15 ct/kWh liegen bei 120.000 Kilometern im Jahr rund 12.000 Euro – jedes Jahr. Wichtiger als das Logo sind deshalb drei Fragen: Kommt das Fahrzeug abends ins Depot? Welche zertifizierte Hochvoltwerkstatt liegt im Radius? Und zu welchem Preis lädt es? Der TCO-Rechner beantwortet die dritte, der Profil-Check die erste.

Wenn für den Umstieg Dieselfahrzeuge weichen: Was ein R-, XF- oder S-Way heute wert ist, zeigt die kostenlose Bewertung auf Basis realer Verkäufe; anschließend bieten geprüfte Händler aus über 34 Ländern verbindlich – Nutzfahrzeug verkaufen mit truckoo.

Häufige Fragen zu Scania, DAF und Iveco Elektro-Lkw

Wie weit fährt ein Scania Elektro-Lkw?

Die Sattelzugmaschine 45 R/S BEV mit 560 kWh nennt Scania mit rund 500 km, der Motorwagen 25 P/L BEV mit 520 kWh mit rund 450 km. Eine auf der IAA 2026 gezeigte Variante mit Batterie hinter der Kabine soll bis zu 720 km erreichen. In der Praxis sind 15 bis 30 Prozent Abschlag realistisch.

Was kostet ein DAF XF Electric?

DAF nennt keine Listenpreise. Nach Marktbeobachtung liegt der XF Electric bei etwa 260.000 bis 300.000 Euro netto – am unteren Rand der etablierten europäischen Hersteller.

Warum setzt Iveco auf LFP-Batterien?

Lithium-Eisenphosphat hat eine geringere Energiedichte, gilt aber als zyklenfester und thermisch stabiler. Iveco gibt beim S-eWay zehn Jahre Batteriegarantie. Für lange Haltedauern und den Wiederverkauf ist das ein Argument, für die Nutzlast eher ein Nachteil.

Welcher Hersteller hat die meiste Erfahrung mit Elektro-Verteilern?

Unter diesen dreien DAF und Scania mit Motorwagen in Serie seit 2023. Im Gesamtmarkt liegt Volvo mit FL und FE Electric seit 2019 vorn.

Gibt es den Iveco eDaily elektrisch?

Ja, als eDaily bis 7,2 t mit 111 kWh und rund 300 km Herstellerreichweite, seit 2023 in Serie, nach Marktbeobachtung 75.000 bis 95.000 Euro netto.

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Gabriel Böhm

Gabriel Böhm ist Geschäftsführer der truckoo GmbH, der digitalen Plattform, die den Handel mit Nutzfahrzeugen in Europa neu definiert. Mit Leidenschaft für Innovation und Effizienz gestaltet er die strategische Ausrichtung und treibt operative Exzellenz voran, um Verkäufer und Käufer smarter, schneller und transparenter zu verbinden.

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