Ja, ein LKW ohne gültige Hauptuntersuchung lässt sich über truckoo verkaufen. Sie müssen ihn weder vorführen noch instand setzen: Geprüfte Händler und Exporteure kalkulieren die fällige HU in ihr Gebot ein, für die Überführung organisiert der Käufer ein Kurzzeit- oder Ausfuhrkennzeichen. Kaufvertrag, Zahlung und Abholung laufen über truckoo.

Eine abgelaufene HU schränkt den Verkauf nicht ein, nur die Fahrt auf eigener Achse. Verkauft wird das Fahrzeug wie jedes andere; was sich ändert, ist der Weg zum Käufer und der Kreis derer, die bieten.
Wichtig ist Ehrlichkeit bei den Angaben: Ein LKW, dessen HU wegen Bremsen oder Rahmenrost nicht bestanden wurde, ist etwas anderes als einer, der nur den Termin verpasst hat. Beides findet Käufer – aber unterschiedliche.
Der Verkauf besteht aus vier Schritten: einstellen, Gebote erhalten, Gebot annehmen, übergeben. Bis zur Annahme eines Gebots können Sie jederzeit ohne Kosten abbrechen – und auch danach zahlen Sie nichts.
Fahrzeugschein abfotografieren, Laufleistung eintragen, sechs Pflichtfotos machen. Die Erfassung führt Sie durch jedes Foto. Etwa zehn Minuten.
Jedes Gebot ist verbindlich und gilt für einen festen Zeitraum. Sie sehen alle Gebote nebeneinander, nicht nur das höchste.
Passt keines, verkaufen Sie nicht – ohne Kosten. Nach der Annahme wird nicht nachverhandelt.
Übergabe bei einer Partnerwerkstatt oder Abholung bei Ihnen. Danach Auszahlung per Echtzeitüberweisung. Die Abmeldung können Sie als Zusatzservice dazubuchen (ab 49 € netto).
Besonderheit ohne TÜV: Die Abholung übernimmt der Käufer mit Kurzzeitkennzeichen oder per Tieflader. Sie müssen das Fahrzeug nicht bewegen, auch nicht zur Partnerwerkstatt – die Übergabe kann bei Ihnen auf dem Hof stattfinden.
Der Abschlag für eine fehlende HU ist kleiner, als viele Verkäufer erwarten. Händler rechnen mit den tatsächlichen Kosten der Prüfung und der zu erwartenden Mängel – nicht mit einem pauschalen Risikoabschlag. Entscheidend ist deshalb, warum die HU fehlt.
Ein verpasster Termin kostet fast nichts. Eine nicht bestandene HU wird nach dem Mängelbericht bewertet: Bremsen, Lenkung und Rahmen sind teuer, Beleuchtung und Reifen nicht. Legen Sie den letzten Prüfbericht bei – er ersetzt Spekulation durch Zahlen.
Für Exporteure spielt die deutsche HU keine Rolle. Ein Euro-3- oder Euro-4-LKW ohne TÜV geht ohnehin fast immer ins Ausland; dort zählt der technische Zustand, nicht der Prüfstempel. Bei jüngeren Fahrzeugen mit Euro 6 rechnet der europäische Händler die HU-Kosten schlicht ein.
Fahrzeuge ohne HU stehen oft schon länger. Standschäden – platte Reifen, tiefentladene Batterien, festgerostete Bremsen – kosten mehr als die Prüfung selbst. Ein LKW, der nur noch steht, verkauft sich heute besser als in einem halben Jahr.
Bei LKW über 7,5 t gehört die SP zwischen den Hauptuntersuchungen dazu. Fehlt auch sie, ist das für Händler kein zusätzliches Problem, sondern derselbe Vorgang: Sie prüfen das Fahrzeug ohnehin komplett, bevor es weiterverkauft wird.
Eine HU vor dem Verkauf kostet Zeit und meist Geld für Reparaturen, die der Käufer günstiger erledigt. Händler haben eigene Werkstätten und Einkaufspreise für Teile. Was zwischen Ihrem Aufwand und dem Gebot steht:
Rechnet sich die Reparatur trotzdem einmal, sagen Ihnen das die Gebote: Sie sehen, was der LKW im Ist-Zustand bringt, und können jederzeit ohne Kosten aussteigen.
Auf truckoo bieten 1500+ geprüfte Händler und Exporteure aus 35+ Ländern – darunter Werkstätten mit eigener Instandsetzung, die einen LKW ohne HU gezielt suchen, und Exporteure, für die der deutsche Prüfstempel keine Rolle spielt.
Für einen Händler mit eigener Werkstatt ist ein LKW ohne HU eine Kalkulationsaufgabe, kein Risiko. Er kennt die Kosten einer Bremsenüberholung auf den Euro und rechnet sie vom Marktpreis ab. Der Exporteur rechnet gar nicht erst: In seinen Zielmärkten in Osteuropa, Nordafrika und im Nahen Osten gelten andere Prüfregime, und das Fahrzeug fährt dort weiter, sobald es angekommen ist. Sie müssen nicht wissen, welcher der beiden für Ihr Fahrzeug mehr zahlt – beide bieten über dieselbe Erfassung.
Ja. Der Verkauf ist unabhängig von der Hauptuntersuchung erlaubt; verboten ist nur die Teilnahme am Straßenverkehr ohne gültige HU. Der Käufer bewegt das Fahrzeug mit Kurzzeit- oder Ausfuhrkennzeichen oder lässt es verladen.
Der Käufer organisiert die Abholung – per Tieflader oder mit einem Kurzzeitkennzeichen. Der Aufwand ist im Gebot enthalten; Sie kümmern sich um nichts. Die Übergabe findet bei Ihnen auf dem Hof oder in einer Partnerwerkstatt statt.
Ja, und es lohnt sich. Ein Fahrzeug, bei dem nur der Termin verstrichen ist, wird anders bewertet als eines, das wegen Rahmenrost durchgefallen ist. Legen Sie den letzten Prüfbericht bei – Händler bieten auf Fakten höher als auf Vermutungen.
Meistens nicht. Händler reparieren günstiger als Sie und kalkulieren die HU ohnehin ein. Lassen Sie sich Gebote im Ist-Zustand geben; die Entscheidung bleibt bis zur Annahme kostenlos.
Ja. Abgemeldete Fahrzeuge werden über dieselbe Erfassung eingestellt. Sie brauchen die Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie die Abmeldebescheinigung; die Übergabe findet bei Ihnen oder in einer Partnerwerkstatt statt.
Passende Ratgeber
Zehn Minuten für die Erfassung, keine Vorführung, keine Reparatur. Für Verkäufer ist der Verkauf kostenlos – auch dann, wenn Sie verkaufen.