Wo E-Lkw in Deutschland öffentlich laden: Zahl der Lkw-Ladestandorte, die großen Betreiber Aral pulse, Milence, Shell und E.ON, Preise je kWh, MCS-Standorte, das Bundes-Schnellladenetz an Rastanlagen und woran man einen lkw-tauglichen Ladepunkt erkennt.
Die Frage „Wo kann ich unterwegs laden?“ ist für viele Flotten die letzte Hürde vor dem Elektro-Lkw. Die Antwort hat sich 2026 deutlich verschoben: Aus einzelnen Pilotstandorten ist ein Netz geworden, das die Hauptachsen abdeckt – mit großen Unterschieden bei Leistung, Zugang und Preis. Wie das Netz aussieht, wer es betreibt und was eine Kilowattstunde kostet.
Die Karte im Elektro-Lkw-Hub zeigt 169 Standorte – 121 Lkw-Ladeparks in Betrieb mit rund 650 Ladepunkten, 21 geplante und 27 Lkw-Parkplätze mit Nachtladen –, abgeglichen mit dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur. Filterbar nach Betreiber, MCS und Status.
Netto je Kilowattstunde, Stand 2026:
Öffentliches Laden kostet also rund doppelt so viel wie Laden im eigenen Hof. Bei 115 kWh je 100 km sind das 44 bis 55 Euro je 100 km öffentlich gegenüber rund 28 Euro am Depot – und damit liegt öffentliches Laden schon nahe am Diesel mit rund 57 Euro. Der Schluss daraus: Öffentliches Laden ist die Ergänzung für die Tour, nicht das Geschäftsmodell. Wie sich der Anteil auf die Gesamtkosten auswirkt, rechnet der TCO-Rechner über den Depotanteil.
Nicht jede Schnellladesäule mit 300 kW taugt für einen Sattelzug. Entscheidend ist fast nie die Leistung, sondern:
Deshalb unterscheidet die Hub-Karte zwischen echten Lkw-Ladeparks und Pkw-Schnellladern mit Lkw-Zugang.
Eine 400-kW-CCS-Säule lädt rund 300 kWh in den 45 Minuten der vorgeschriebenen Lenkzeitpause – genug für 250 bis 270 km. Mit MCS und 1 MW werden daraus perspektivisch 20 auf 80 Prozent in 30 bis 45 Minuten, auch bei den großen Batterien. Ladezeit, die in die Pause fällt, kostet keine Zeit. Der Routenplaner rechnet für eine konkrete Strecke aus, welche Ladestopps nötig sind und wie viel davon in die Pausen fällt.
Wenn die eigene Strecke heute noch Lücken hat, gibt es zwei Wege, die nicht vom öffentlichen Ausbau abhängen: Laden bei Partnern auf der Strecke – Verlader, Kunden, Logistiknetzwerke, bei denen der Lkw ohnehin steht – und der eigene Ladepark im Depot. Was der kostet, steht im Beitrag Lkw-Ladepark planen.
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Rund 150 Lkw-Ladestandorte mit Durchfahrt (eTrucker, Juli 2026) beziehungsweise 355 Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge an 88 Standorten (VDA, Juli 2026). Bis 2030 kommen im Bundes-Schnellladenetz 836 Ladepunkte an 124 Rastanlagen hinzu.
Die Karte im Elektro-Lkw-Hub von truckoo zeigt 169 Standorte mit Betreiber, Leistung und MCS-Verfügbarkeit, abgeglichen mit dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur.
Mit Vertragstarif an CCS-Säulen mit 350 bis 400 kW rund 38 bis 48 ct/kWh netto, ad hoc an MCS-Säulen geschätzt 45 bis 60 ct. Das ist rund doppelt so viel wie Laden am eigenen Depot.
Aral pulse mit rund 50 Standorten in Deutschland, gefolgt von Milence und Shell Recharge mit je rund zehn und E.ON Drive mit rund sieben.
Rund 18 öffentliche Standorte in Deutschland, Stand September 2026. Ab 2027 wird MCS Standard an den Rastanlagen des Bundes-Schnellladenetzes, wo 447 der 836 geplanten Ladepunkte MCS-fähig sein sollen.
An einer 400-kW-CCS-Säule rund 300 kWh in 45 Minuten, also in der vorgeschriebenen Lenkzeitpause Energie für etwa 250 bis 270 km.
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