[{"q": "Was kostet ein Elektro-Lkw pro Kilometer?", "a": "Im Standardprofil (120.000 km/Jahr, 5 Jahre, Depotladen) liegt die TCO eines 40-t-Elektro-Lkw bei rund 0,90 €/km, die des Diesels bei 1,16 €/km – inklusive Anschaffung, Energie, Maut, Wartung, Versicherung und Restwert. Die Energie allein kostet elektrisch etwa 32 €/100 km gegenüber 84 €/100 km beim Diesel inklusive Maut."}, {"q": "Lohnt sich ein Elektro-Lkw 2026?", "a": "Für planbare Touren bis 450 km mit eigenem Depotlader: ja, unter den Hub-Annahmen ab einer Haltedauer von zwei Jahren. Treiber sind der Dieselpreis (2,40 €/l), die Mautbefreiung bis 2031 und der Restwert des E-Lkw, der die größte Unsicherheit bleibt."}, {"q": "Wie weit fährt ein Elektro-Lkw?", "a": "Serienmodelle 2026 schaffen laut Hersteller 450–600 km bei 40 t: Mercedes eActros 600 bis 500 km (621 kWh), MAN eTGX bis 660 km (552 kWh), Volvo FH Aero Electric bis 600 km (780 kWh), Scania 45 R BEV 400–530 km. Winter, Last und Topografie kosten real 15–30 %."}, {"q": "Was kostet der Mercedes eActros 600?", "a": "Mercedes-Benz nennt keinen Listenpreis; Angebote bewegen sich nach Marktbeobachtung netto um 280–320 T€ je nach Ausstattung (Schätzung). Zum Vergleich: ein Actros L Diesel liegt bei 110–130 T€. Die Differenz wird über Maut (0 € bis 2031), Energie und Turbo-AfA wieder eingespielt."}, {"q": "Sind Elektro-Lkw von der Maut befreit?", "a": "Ja. Emissionsfreie Lkw zahlen in Deutschland bis 30.06.2031 keine Lkw-Maut. Ein Diesel-Sattelzug Euro VI zahlt 34,8 ct/km, davon 15,8 ct CO₂-Anteil – bei 100.000 mautpflichtigen Kilometern rund 35.000 € im Jahr."}, {"q": "Welche Förderung gibt es 2026 für Elektro-Lkw?", "a": "Keine Bundes-Kaufprämie mehr. Es bleiben: Mautbefreiung bis 2031, 75 % Sonderabschreibung im Anschaffungsjahr (Kauf bis Ende 2027), Kfz-Steuerbefreiung bis 2035 und die THG-Quote mit geschätzt 3–6 T€ pro Jahr. Regionale Programme sind einzeln zu prüfen."}, {"q": "Was kostet Strom für Elektro-Lkw pro kWh?", "a": "Börsenstrom liegt 2026 bei rund 8 ct/kWh, am Depot kommen Netzentgelte und Abgaben dazu: realistisch 24 ct/kWh netto, mit dynamischem Tarif 12–20 ct. Öffentliches Lkw-Schnellladen kostet 38–60 ct/kWh netto."}, {"q": "Wie entwickelt sich der Restwert von Elektro-Lkw?", "a": "Der Gebrauchtmarkt für schwere E-Lkw ist jung; belastbare Restwertkurven fehlen. Der Hub rechnet konservativ mit 22 % nach 5 Jahren gegenüber 30 % beim Diesel. Im Standardprofil verschieben 5 Prozentpunkte Restwert den Break-even nur um wenige Monate; bei knapper Rechnung (hoher Strompreis, wenig Kilometer) um ein Jahr und mehr – der Restwert bleibt der wichtigste Einzelhebel."}, {"q": "Lohnt sich ein Wasserstoff-Lkw?", "a": "Nur mit Abnahmevertrag. Öffentlich kostet Wasserstoff rund 12,85 €/kg (April 2026), bei 8,5 kg/100 km sind das etwa 109 €/100 km – über Diesel. Mit Vertragspreis ~8 €/kg (hylane/H2 Mobility seit Januar 2026) sinkt das auf 68 €/100 km, mautfrei bis 2031. Fahrzeuge (Mercedes NextGenH2, MAN hTGX, Hyundai Xcient) sind Kleinserie; Miete ist üblicher als Kauf."}, {"q": "Was bringt ein E-Auflieger (eTrailer)?", "a": "Hinter einer Diesel-Zugmaschine senkt ein E-Auflieger mit eigener E-Achse und 300–600 kWh Batterie den Verbrauch im Schnitt um 40 % (Feldtests DB Schenker 24–55 %, BMW-Logistik 48 %). Hinter einem E-Lkw bringt er bis zu 500 km Reichweite dazu. Er lädt nachts am Depot und ist herstellerunabhängig – der Zwischenschritt für Bestandsflotten, die die Zugmaschine noch nicht tauschen wollen."}, {"q": "Wie lange dauert eine Tour Hamburg–München mit dem E-Lkw?", "a": "Rund 800 km. Ein eActros 600 mit MCS braucht dafür etwa einen Ladestopp von 35–45 Minuten (z. B. Aral pulse Schnaittach an der A9, 1 MW), der in die Pflichtpause fällt, plus eine zweite Pause – also praktisch keine Mehrzeit gegenüber dem Diesel. Ohne MCS (nur CCS 400 kW) werden daraus 60–90 Minuten Laden."}, {"q": "Was waren die wichtigsten Neuheiten der IAA Transportation 2026?", "a": "Für Flottenentscheider: MAN eTGX mit 552–644 kWh und 660–720 km Reichweite, Volvo FH Aero Electric / Renault E-Tech T mit 780 kWh, Mercedes eActros 600 als Mega-Sattelzug und der NextGenH2 mit über 1.000 km als Kleinserie. Dazu neue Diesel-Antriebsstränge bei Daimler und MAN, Megawatt-Laden als Demonstration, der Start des Bundes-Schnellladenetzes mit 836 Ladepunkten und der Markteintritt chinesischer Hersteller (BYD, Windrose, Farizon, Sany, Sinotruk)."}, {"q": "Wann sollte ich meinen Diesel-Lkw verkaufen?", "a": "Solange Diesel 92 % der Neuzulassungen stellt und das Ladenetz lückenhaft ist, halten sich Restwerte guter Euro-VI-Fahrzeuge. Wer 2027/28 elektrisch fahren will, verkauft den Diesel besser vor dem Hochlauf der zweiten E-Lkw-Generation – über ein geprüftes Händlernetz wie truckoo lässt sich der Marktpreis europaweit abfragen."}]