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Wie verkaufe ich meinen gebrauchten LKW online? Wo kann ich kostenlos inserieren?
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Wie verkaufe ich meinen gebrauchten LKW online? Wo kann ich kostenlos inserieren?

Neben dem Händler vor Ort können Sie Ihren gebrauchten LKW auch online inserieren. Je nach Anbieter ist das kostenlos oder gebührenpflichtig. Hier finden Sie einen Vergleich der Optionen: Wo ist es kostenlos? Was sind die Vor- und Nachteile? Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Vor- und Nachteile von Auktionen, Werbeportalen und transaktionalen Plattformen beim Verkauf und Kauf von Nutzfahrzeugen

Neben dem LKW Ankauf Händler in der Nähe fällt den meisten Besitzern von gebrauchten LKW nur mobile de ein. Die Möglichkeiten gebrauchte LKW online und kostenlos zu inserieren hat aber zugenommen. Hier eine kurze Beschreibung der drei Optionen den LKW online zu verkaufen.

Übersicht Werbeportale wie mobile de

Die bekannteste Kategorie zum Kauf und Verkauf von Fahrzeugen sind Werbeportale. Im deutschen Raum gibt es hier unter anderem mobile.de, truckscout24 oder auch ebay Kleinanzeigen. Grundsätzlich kann hier jeder inserieren, der seinen LKW verkaufen möchte. Der Fokus liegt bei Werbeportalen einzig auf dem Inserieren. Bedeutet: das Fahrzeug wird mit Bildern und Text beworben, der Verkauf findet aber offline statt. Jeder kennt die vielen Nachfragen via E-Mail und Telefon oder auch physische Treffen. Die Anzahl und Vielfalt an LKW-Inseraten ist groß. Transporter bis Schwerlast, Auflieger sowie Anhänger. Unfallfahrzeuge sind auch Teil des Sortiments. Der Schwerpunkt der meisten Portale wie beispielsweise bei mobile.de liegt jedoch im PKW-Segment. Die vielen Varianten werden hier nicht abgebildet (z.B. Thermoisolierung bei Kippermulden) - das bedeutet für Käufer eine aufwendige Suche und viele machen sich die Mühe nicht.

Übersicht LKW Auktionen wie Troostwijk

Eine weitere Möglichkeit Nutzfahrzeugen zu kaufen und verkaufen, ist die online Auktion. Meistens können sich als Käufer hier allerdings nur Händler registrieren. Händler müssen die Fahrzeuge vor Ort anschauen, bevor diese ein Gebot abgeben. Denn es gilt: gekauft wie gesehen. Eine spätere Rücknahme der Fahrzeuge oder Kulanz ist ausgeschlossen. Und das schlägt sich auch in einem vorsichtigerem Bieten nieder. Gekauft werden kann auf Auktionen meist nur am Stichtag oder über Bietagent möglich. Einige der bekannten Auktion-Webseiten sind z.B. Autobid, BCA, Troostwijk, equippo, und Zollauktion. Auch hier fokussieren sich die größten Auktionsplattformen auf primär PKW-Angebote. Die Vielfalt an Nutzfahrzeugen ist teilweise auf bestimmte Fahrzeugtypen, wie z.B. Transporter beschränkt.

Übersicht transaktionale Verkaufsplattformen

Die jüngste Kategorie sind transaktionale Verkaufsplattformen. Hier findet der gesamte Verkauf – Inserierung, Bewertung, Begutachtung, Verkauf und Abwicklung – online statt. Verhandelt wird digital, der Plattformanbieter ist Vertrags- und Ansprechpartner für beide Seiten. Verkäufer starten den Prozess online, registrierte Händler und Werkstätten kaufen über die Plattform und nutzen Zusatzleistungen wie Logistik und Dokumentenhandling. PKW werden auf spezialisierten Nutzfahrzeugplattformen in der Regel nicht gehandelt.

Checkliste für den LKW Verkauf:

Ein Unternehmer, der sein Nutzfahrzeug verkaufen will, möchte neben einem “passenden Verkaufspreis” bestenfalls keinen Aufwand und eine sichere Bezahlung und Abwicklung. Inwieweit Auktionen, Werbeportale und transaktionale Plattformen diesen Forderungen nachkommen, wird anhand 5 Kriterien näher analysiert. 

  1. Einfluss auf den Verkaufspreis:
  2. Den größten Einfluss haben Unternehmer bei Werbeportalen und transaktionalen Plattformen. Bei Werbeportalen findet die Verhandlung physisch in Person oder am Telefon statt. Der Unternehmer kann demnach selbst entscheiden welchem angebotenen Preis er zustimmt. Bei transaktionalen Plattformen wird die physische Verhandlung in die digitale Welt gebracht. Auch hier ist der Verkäufer im “Fahrersitz” und kann dem angebotenen Preis zustimmen oder nicht - nur eben digital per Knopfdruck. Dagegen ist der Einfluss auf den finalen Verkaufspreis bei Auktionen begrenzter. Ist der Ausrufpreis übertroffen, entscheiden schlussendlich die Bietenden über den finalen Verkaufspreis. 
  3. Einfach in den Alltag integrierbar
  4. Transaktionale Plattformen schneiden bei der Frage der “Integrierbarkeit im Alltag” am besten ab. Der Verkaufsprozess startet mit einer kurzen Fahrzeugbegutachtung, bestenfalls als Teil eines Serviceauftrags, bei der vertrauten LKW-Werkstatt in der Nähe. Die Inserierung und die Bewerbung des Fahrzeugs international übernimmt die Plattform. Verkäufer treten in nur 1 Verhandlung pro Fahrzeug, profitieren jedoch von einem großen internationalen Käuferkreis, deren Angebote (immer nur das höchste Angebot) automatisiert per Notifikation an den Verkäufer zugespielt werden. Verkäufer haben dann jederzeit die Möglichkeit von unterwegs ihre Nutzfahrzeuge zu verkaufen oder ein Gegenangebot abzugeben - und das per Knopfdruck. Im Gegensatz dazu liegt der Aufwand bei Werbeportalen zum größten Teil beim Verkäufer selbst. Dies inkludiert die Inserierung, die Beantwortung von Fragen von einer Vielzahl von unterschiedlichen Interessenten per E-Mail oder Telefon, die physische Verhandlung vor Ort bis hin zur Übergabe. 
  5. Internationale Reichweite des Käuferkreises
  6. Alle drei Kategorien weisen eine internationale Reichweite des Käuferkreises auf. Es gibt jedoch trotzdem einen signifikanten Unterschied. Währen Auktionen und Werbeportale die Zustandsbeschreibung der Fahrzeuge oft nur auf einer Sprache (z.B. Deutsch) anbieten, übersetzen transaktionale Plattformen jedes Angebot auf mind. 16 Sprachen. Die Sprachbarriere kann somit überwunden werden und internationale Käufer, die z.B. kein Deutsch sprechen können, werden in der Verhandlung nicht ausgeschlossen. 
  7. Kosten für Verkäufer
  8. Transaktionale Plattformen ist die einzige Kategorie die den Verkäufern ihre Infrastruktur als Verkaufskanal kostenlos anbietet. Bei Auktionen wird meist eine Auktionsgebühr für die Teilnahme verlangt und auch bei Werbeportalen ist alleine die Inserats-Einstellung von Fahrzeugen kostenpflichtig. Je nach Anzahl der zu verkaufenden Fahrzeuge sollten Verkäufer die Kosten in ihren Entscheidungsprozess mit einbeziehen.
  9. Sichere Abwicklung und Bezahlung 
  10. Auktionen und transaktionale Plattformen bieten bei Angebotsannahme dem Verkäufer einen sicheren und garantierten Verkaufsprozess. Die meisten Auktionen bieten den Service der Abwicklung und Bezahlung an. Transaktionale Plattformen garantieren den gesamten Verkaufsprozess und eine schnelle Bezahlung bei Fahrzeugübergabe. Bei Interesse können Verkäufer dort teilweise auch den Service der Fahrzeugabmeldung oder Ausbau der OBU beauftragen. Bei Werbeportalen sind die Angebote der Käufer teilweise sehr unverbindlich. Das vermeintlich sichere Angebot von z.B. € 30.000 netto über Telefon wird bei Abholung nochmal runtergehandelt. Auch kann man sich als Verkäufer nicht zu 100% sicher sein, dass das Fahrzeug wirklich gekauft und auch in einem zeitgemäßen Rahmen abgeholt wird. Das Risiko liegt beim Verkäufer. 

Checkliste für die Wahl des Anbieters beim LKW Kauf:

Aus Sicht eines Käufers, der bestenfalls ohne Aufwand inspizierte Nutzfahrzeuge, inkl. eines Servicepakets kaufen möchte, bieten Auktionen, Werbeportale und transaktionale Plattformen auch hier bestimmte Vor- und Nachteile, die anhand von 3 Kriterien näher analysiert werden.

  1. Fahrzeuganbieter
  2. Während transaktionale Plattformen sich nur auf Fahrzeuge von Firmen konzentrieren, bieten Auktionen und Werbeportale sowohl Händler- als auch Firmenfahrzeuge an. Der Fokus bei bspw. Mobile.de und Truckscout liegt bei Fahrzeugen, die aktuell im Besitz von LKW-Händlern sind. 
  3. Zuverlässigkeit und Detailtiefe der angezeigten Fahrzeugdaten
  4. Bei Auktionen wird die Zuverlässigkeit der Fahrzeugdaten durch die Auktionen selbst oder beauftragte Gutachter sichergestellt. Die Zustandsbeschreibung ist jedoch teilweise so allgemein gehalten, dass sich Käufer auf Basis der angegeben Daten schwer tun Kaufentscheidungen zu treffen. Auktionsplattformen selbst empfehlen oft eine zusätzliche Besichtigung der Fahrzeuge vor Ort. Werbeportale überlassen die Zustandsbeschreibung den Verkäufern selbst. Demnach entscheiden die Verkäufer selbst über den Wahrheitsgrad und Detailgrad der Fahrzeuginserate. Käufern wird demnach immer empfohlen den zeitlichen und kostspieligen Aufwand der physischen Inspektion vor Ort auf sich zu nehmen. Die Sicherstellung der richtigen Zustandsbeschreibung ist bei transaktionale Plattformen Teil des Geschäftsmodells. Auf transaktionalen Plattformen durchlaufen die angebotenen Fahrzeuge einen standardisierten Inspektionsprozess durch Partnerwerkstätten. Fahrzeugdaten, inklusive der Schadensauflistung werden 1:1 im Angebot dargestellt. Auf Basis der angegeben Daten können Käufer eine Kaufentscheidung treffen.
  5. Einfach im Alltag integrierbar
  6. Als Käufer ist der Kaufprozess über Auktionen und Werbeportale nur schwer mit dem Alltag eines Unternehmers oder Händlers vereinbar. Obwohl die Suche von Fahrzeugen digital stattfindet, bieten Werbeportale wie mobile.de nicht die LKW-spezifische Suchfunktion an. Ein Unternehmer, der nach einem Kühlkoffer sucht, tut sich schwer die Suche auf wirklich nur relevante Angebote zu begrenzen. Die Filterfunktion z.B. nach Kofferlänge 6 Meter ist nicht möglich. Zudem ist bei sowohl Auktionen als auch Werbeportalen die physische Inspektion vor Ort immer empfohlen. Im Gegensatz dazu fokussieren sich transaktionale Plattformen darauf den Kauf so einfach wie möglich zu gestalten. Von der Suche, über die Gebotsabgabe und Verhandlung mit dem Verkäufer bis hin zum Kauf findet alles online über eine Plattform statt, die natürlich auch übers Handy zu erreichen ist. Automatisierte Notifikationen unterstützen den Kaufprozess. Jederzeit können Käufer von unterwegs mit Verkäufern in Verhandlung treten. Die Gebotsabgabe ist immer nur ein Knopfdruck entfernt. Bei erfolgreichem Kauf können Käufer sogar weitere Services der Logistik und des Dokumentenhandling beauftragen.
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Gabriel Böhm

Gabriel Böhm ist Director Strategy and Operations bei truckoo, der digitalen Plattform, die den Handel mit Nutzfahrzeugen in Europa neu definiert. Mit Leidenschaft für Innovation und Effizienz gestaltet er die strategische Ausrichtung und treibt operative Exzellenz voran, um Verkäufer und Käufer smarter, schneller und transparenter zu verbinden.

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