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Routenplaner Österreich: Geht die Tour elektrisch – und wie lange dauert sie?

Routenplaner Österreich: Geht die Tour elektrisch – und wie lange dauert sie?

Der Planer legt die Tour über das Autobahnnetz, prüft jeden Abschnitt gegen die hinterlegten Lkw-Ladeparks und rechnet Ladezeit, Lenkzeitpausen und Tagesruhe zusammen. Ergebnis: Ankunftszeit elektrisch gegen Diesel, Ladestopps mit Ladestand und Minuten, Energie und Ladekosten – inklusive Nachtladen, eigenem Depot und Partnerdepot. Hinterlegt ist derzeit das deutsche und mitteleuropäische Korridornetz mit den grenznahen Standorten in Bayern; die österreichischen ASFINAG-Standorte kommen mit dem Ausbau 2027 dazu. Bis dahin nennt diese Seite die Korridore, die in Österreich heute schon elektrisch funktionieren.

Annahmen

  • Durchschnitt 78 km/h, 4,5 h Lenkzeit → 45 min Pause, 9 h/Tag → 11 h Tagesruhe (VO (EG) 561/2006); Doppelbesetzung und Fahrerwechsel (3-Schicht) wählbar.
  • Nachtladen auf 100 %, wenn am Ruheort ein Ladepark liegt. Eigene und Partner-Depots laden immer auf 80 % nach, zum eigenen Strompreis.
  • Ladeleistung gemittelt bis 80 % Ladestand (85 % der Nennleistung), darüber halbe Leistung, 10 min Rüstzeit je Stopp.
  • Verbrauch nach Beladung und Jahreszeit – Winter (+22 %) ist Standard, der Sommer läuft als Vergleich; die E-Auflieger-Batterie zählt voll zur Reichweite.

Korridore, die in Österreich heute funktionieren

  • Depot zu Depot bis 450 km: Wien–Graz (200 km), Wien–Linz (185 km), Wien–Salzburg (300 km), Linz–Innsbruck (330 km), Graz–Villach (180 km) – eine Ladung, kein Stopp unterwegs.
  • Wien–Innsbruck / Wien–Bregenz (480–630 km): ein CCS-Stopp von 45–60 Minuten (Roggendorf A1, Hausruck A8, grenznah Aral pulse/Milence in Bayern) – 15–30 Minuten länger als Diesel; mit einem Fahrzeug der 700-km-Klasse (Volvo FH Aero Electric, MAN eTGX 6×2) im Sommer ohne Stopp.
  • Brenner (München–Verona, 430 km): Innsbruck–Brenner kostet 20–30 % Reichweite; mit Ladung in Innsbruck/Rosenheim und Milence in Italien elektrisch machbar, im Winter mit Reserve planen.
  • Transit Deutschland: Wien–München (435 km) und Salzburg–Nürnberg (300 km) laufen über das dichte bayerische Netz (Aral pulse, Milence, E.ON) – eine CCS-Vertragskarte sollte beide Länder abdecken.

So liest du das Ergebnis

„Elektrisch fahrbar“ nennt die Mehrzeit gegenüber Diesel und wie viel Ladezeit in Pflichtpausen fällt. „Nicht durchgehend fahrbar“ nennt die Lücke in Kilometern und kWh – Optionen sind größere Batterie, E-Auflieger, geplante Standorte oder Abfahrt mit vollem Akku. Die Zahlen gehen als öffentlicher Ladeanteil in den TCO-Rechner.

Wenn die Strecke nicht aufgeht: eigene Punkte statt warten

Der Kasten „Unabhängig vom öffentlichen Netz“ rechnet fiktiv, was auf der Strecke stehen müsste, damit die Tour unabhängig vom ASFINAG-Ausbau läuft: Partner-Depots mit 200 kW, an denen beim Be- und Entladen nachgeladen wird (~60 T€ je Punkt, 40 % ENIN-förderfähig), eigene 400-kW-HPC-Punkte für die Pflichtpause (~190 T€) oder MCS (~450 T€). Ein einzelner Punkt braucht ein bis zwei Vollladungen am Tag, um sich zu tragen – deshalb ist die Strecke im Zweifel keine Netzfrage, sondern eine Partnerfrage: Verlader mit eigenem Hof, Logistiknetzwerke und Frächter auf der Gegenrichtung teilen Invest und Auslastung.

Ladeparks: ASFINAG, Milence, Aral pulse, E.ON Drive, electrive (Stand September 2026). Lenk- und Ruhezeiten: VO (EG) 561/2006.

Häufige Fragen

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