[{"q": "Was kostet ein Elektro-Lkw in Österreich pro Kilometer?", "a": "Im Standardprofil (120.000 km/Jahr, 5 Jahre, Depotladen, ENIN 100 T€) liegt die TCO eines 40-t-Elektro-Lkw bei rund 0,80 €/km, die des Diesels bei 1,27 €/km – inklusive Anschaffung, Energie, GO-Maut, Wartung, Versicherung, Kraftfahrzeugsteuer und Restwert. Energie plus Maut kosten elektrisch etwa 39 €/100 km, beim Diesel rund 94 €/100 km."}, {"q": "Lohnt sich ein Elektro-Lkw in Österreich 2026?", "a": "Für planbare Touren bis 450 km mit eigenem Depot-Ladepunkt: ja – mit ENIN ab dem ersten Jahr, ohne ENIN nach gut einem Jahr. Der größte Hebel ist die GO-Maut: 48,41 ct/km für den Diesel gegen 11,79 ct/km für den E-Lkw bis Ende 2030, dazu Diesel auf Rekordniveau (2,268 €/l). Die größte Unsicherheit bleibt der Restwert."}, {"q": "Wie weit fährt ein Elektro-Lkw?", "a": "Serienmodelle 2026 schaffen laut Hersteller 450–700 km bei 40 t: Mercedes eActros 600 bis 500 km (621 kWh), MAN eTGX bis 660 km (552 kWh), Volvo FH Aero Electric bis 700 km (780 kWh), Scania 45 R BEV 400–530 km. Winter, Beladung und Topografie kosten 15–30 % – auf Brenner, Tauern und Arlberg eher 25–30 %. Die Fahrzeugkarten zeigen beide Werte."}, {"q": "Was kostet der Mercedes eActros 600?", "a": "Mercedes-Benz nennt keinen Listenpreis; nach Marktbeobachtung liegen Angebote je nach Ausstattung bei 280–320 T€ netto (Schätzung), vor ENIN. Zum Vergleich: ein Actros L Diesel kostet 110–130 T€. Die Differenz holt die GO-Maut (−36,6 ct/km), die Energie und die Förderung wieder herein."}, {"q": "Zahlen Elektro-Lkw in Österreich Maut?", "a": "Reduziert: 11,79 statt 48,41 ct/km (4+ Achsen, Euro VI) bis 31.12.2030 – 75 % Nachlass auf den Infrastrukturanteil, kein CO₂-Zuschlag. Bei 100.000 Autobahn-Kilometern rund 37.000 € Ersparnis pro Jahr. Ab 2031 offen; der Rechner setzt 25 % des Dieselsatzes an."}, {"q": "Welche Förderung gibt es 2026 in Österreich für Elektro-Lkw?", "a": "ENIN (FFG): bis 60 % der Mehrkosten gegenüber Diesel (grob 100 T€ je 40-Tonner) und 40 % der Ladeinfrastruktur, Antrag vor der Bestellung in einer Ausschreibungsrunde. Dazu Investitionsfreibetrag 22 % (Anschaffung bis 31.12.2026) und Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer (Diesel ~1.900 €/Jahr)."}, {"q": "Was kostet Strom für Elektro-Lkw pro kWh?", "a": "Börsenstrom liegt 2026 bei 8–10 ct/kWh, am Depot kommen Netzentgelte und Abgaben dazu: realistisch 18–24 ct/kWh netto im Gewerbetarif, 12–16 ct mit dynamischem Tarif und Lastmanagement. Öffentliches Lkw-Schnellladen kostet 38–45 ct/kWh netto."}, {"q": "Wie entwickelt sich der Restwert von Elektro-Lkw?", "a": "Der Gebrauchtmarkt für schwere E-Lkw ist jung; belastbare Restwertkurven gibt es noch nicht. Der Hub rechnet konservativ mit 22 % nach 5 Jahren gegenüber 30 % beim Diesel. Im Standardprofil verschieben 5 Prozentpunkte den Break-even nur um wenige Monate, bei knapper Rechnung um ein Jahr und mehr – der Restwert bleibt der wichtigste Hebel."}, {"q": "Lohnt sich ein Wasserstoff-Lkw in Österreich?", "a": "2026/27 nur mit eigener Versorgung: Öffentliche H₂-Tankstellen für Lkw gibt es nur vereinzelt (z. B. Wien, Graz, Tirol), Wasserstoff kostet 12–14 €/kg (Schätzung) – bei 8,5 kg/100 km über 100 €/100 km. Fahrzeuge (Mercedes NextGenH2, MAN hTGX, Hyundai Xcient) sind Kleinserie, Miete ist üblicher als Kauf."}, {"q": "Was bringt ein E-Auflieger?", "a": "Hinter einer Diesel-Zugmaschine senkt ein E-Auflieger mit E-Achse und 300–600 kWh den Verbrauch im Schnitt um 40 % (Feldtests: DB Schenker 24–55 %, BMW-Logistik 48 %). Hinter einem E-Lkw bringt er bis zu 500 km Reichweite dazu – auf der Brenner-Achse der Hebel gegen den Reichweitenverlust. Er lädt nachts am Depot und ist herstellerunabhängig."}, {"q": "Wie lange dauert Wien–Bregenz mit dem E-Lkw?", "a": "Rund 630 km über A1, A8 und deutsches Eck oder A1/A12/A14. Ein eActros 600 oder MAN eTGX braucht einen Ladestopp von 45–60 Minuten an CCS 400 kW (z. B. Roggendorf A1, grenznah Aral pulse/Milence in Bayern), der in die Pflichtpause fällt – 15–30 Minuten Mehrzeit gegenüber Diesel. Ein Fahrzeug der 700-km-Klasse schafft es im Sommer ohne Stopp; MCS an ASFINAG-Rastplätzen ab 2027."}, {"q": "Wann sollte ich meinen Diesel-Lkw verkaufen?", "a": "Solange Diesel rund 96 % der Neuzulassungen in Österreich stellt und das Ladenetz erst entsteht, halten sich die Restwerte guter Euro-VI-Fahrzeuge. Wer 2027/28 elektrisch fahren will, verkauft den Diesel besser vor dem Hochlauf der zweiten E-Lkw-Generation und dem ASFINAG-Netz – über ein geprüftes Händlernetz wie truckoo lässt sich der Marktpreis europaweit abfragen."}]