Autotransporter im Überblick: Sattelzug, Lkw mit Anhänger und 3,5-Tonner, Kapazität, Maße nach StVZO und StVO, Technik, Hersteller und Gebrauchtkauf.
Ein Autotransporter befördert Fahrzeuge als Ladung: Neuwagen vom Werk zum Händler, Leasingrückläufer zur Auktion, Gebrauchte in den Export. Zwei hydraulisch verstellbare Ladeebenen lassen flache und hohe Fahrzeuge ineinander verschachteln – alles innerhalb von 2,55 m Breite und 4,00 m Höhe. Welche Bauarten es gibt, wie viele Pkw daraufgehen, welche Längenregeln greifen und worauf beim Gebrauchtkauf zu achten ist.
Der Gesetzgeber spricht von Fahrzeugtransportern: § 32 Absatz 7 StVZO unterscheidet „Fahrzeugkombinationen nach Art von Zügen zum Transport von Fahrzeugen“ und „Sattelkraftfahrzeuge zum Transport von Fahrzeugen“ – zwei Bauarten mit jeweils eigener Längenvorschrift.
Technisch fehlt die durchgehende Ladefläche. Stattdessen tragen Fahrbahnelemente, also schmale Fahrbahnbleche mit Radmulden, die Fahrzeuge einzeln. Sie hängen an Hubvorrichtungen und sind in Höhe und Neigung verstellbar; die Fahrzeuge fahren aus eigener Kraft auf oder werden per Seilwinde gezogen.
Eine Sattelzugmaschine zieht einen Doppelstock-Auflieger. § 32 Absatz 7 StVZO verweist dafür auf Absatz 4 Nummer 2: 16,50 m, sofern der Sattelanhänger die Teillängen von 12,00 m zwischen Achse Zugsattelzapfen und hinterer Begrenzung sowie 2,04 m vorderem Überhangradius einhält. Er ist wendig und schnell tauschbar, bietet aber weniger Stellfläche, weil die Zugmaschine nicht mitlädt.
Ein Motorwagen mit Transporter-Aufbau zieht einen ebenfalls doppelstöckigen Anhänger; über Absatz 7 gilt hier § 32 Absatz 4 Nummer 4 mit 18,75 m. Der Kässbohrer-Aufbau metago pro misst je nach Typ 11.270 mm oder 12.300 mm bei 2.550 mm Breite und wiegt leer 4.450 kg bis 5.350 kg, der zugehörige Anhänger 10.300 mm bei 6.850 kg bis 7.750 kg. Weil der Motorwagen mitlädt, ist das die kapazitätsstärkste Variante.
Für einzelne Fahrzeuge – Abschleppdienst, Autohandel, Rennsport – gibt es Aufbauten auf leichten Fahrgestellen. Der Algema BLITZ wird als 3,5-Tonner ohne Lkw-Maut beworben und bietet je nach Fahrgestell bis 7 t zulässiges Gesamtgewicht, rund 4.800 mm Ladelänge, etwa 2.100 mm Ladebreite und einen Auffahrwinkel von ungefähr 12°. Ein überfahrbarer Anhänger wie der FIT-ZEL EURO-TRANS nimmt ein zweites Fahrzeug auf: bis 2.850 kg Nutzlast bei 3.500 kg zulässigem Gesamtgewicht.
Üblich sind Einheiten für einen bis zehn Pkw, im Schwerlastverkehr liegt die gängige Zuladung bei acht bis zehn Fahrzeugen. Beladen wird stets im Doppelsystem, etwa vier Fahrzeuge oben und vier unten. Die Zahl hängt an der Fahrzeuggröße: Ein Satz Kleinwagen passt in Konfigurationen, die bei SUV nicht mehr aufgehen. Der Kässbohrer supertrans gibt 1.900 mm Durchfahrhöhe an, der metago pro je nach Typ 1.900 mm oder 2.050 mm.
§ 22 Absatz 1 StVO verlangt eine Sicherung, die auch bei Vollbremsung oder plötzlichem Ausweichen hält, nach den anerkannten Regeln der Technik. Für Fahrzeugtransporter konkretisiert das die VDI 2700 Blatt 8 samt Blatt 8.1 und 8.2. Zwei Methoden stehen sich gegenüber: Niederzurren erhöht über Gurte die Reibung zwischen Reifen und Fahrbahnblech, Radvorleger wirken formschlüssig und blockieren das Rad. Die Richtlinie prüft beides im Zusammenspiel und verlangt fünf Einzelprüfungen: Fahrbahnelemente, Radvorleger, Zurrmittel, Gurtcontroller und Aufbau. Hersteller von Fahrbahnblechen müssen einen Gleitreibwiderstandsbeiwert von mindestens 0,4 nachweisen. Die Regelungen gelten seit dem 1. September 2024 ohne Übergangsfrist.
Offene Transporter dominieren den Markt, weil sie mehr Stellplätze bieten und leichter bauen, setzen die Fahrzeuge aber Witterung und Steinschlag aus. Geschlossene Einheiten, im Fachjargon Enclosed Carrier, fahren exklusive Limousinen, Prototypen und Oldtimer. Der Preis dafür ist Gewicht: Der Kässbohrer capitan wiegt leer ab 12.500 kg bei 28.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und misst 13.600 mm Länge.
Lohr aus Hangenbieten bei Straßburg bezeichnet sich als Weltmarktführer im Autotransporter-Geschäft und erzielt etwa 80 % des Umsatzes im Export; die Baureihen heißen Eurolohr, Performer und Maxilohr. Kässbohrer Transport Technik führt die offenen Reihen metago pro, supertrans, variotrans und modolan als Motorwagen-Aufbau und Anhänger sowie die geschlossenen Auflieger capitan und ecotrans. Rolfo aus dem italienischen Bra baut EGO, FLX, SYSTEM, POWER und AURIGA R2, FVG Fahrzeugbau aus Wildeshausen den CarLiner und den HeavyLiner mit modularen Ladeebenen. Im leichten Segment ist ALGEMA FIT-ZEL mit BLITZ und EURO-TRANS gesetzt.
Sattelzug und Gliederzug verlangen die Klasse CE: Zugfahrzeug der Klasse C, also über 3.500 kg zulässige Gesamtmasse, plus Anhänger über 750 kg; Mindestalter laut ADAC 21 Jahre. Für einen Motorwagen ohne Anhänger genügt C. Fahrzeuge zwischen 3.500 kg und 7.500 kg fallen unter C1, die Kombination aus C1-Fahrzeug und Anhänger über 750 kg unter C1E, begrenzt auf 12.000 kg.
Im 3,5-t-Segment reicht die Klasse B, solange Fahrzeug und Anhänger zusammen 3.500 kg nicht überschreiten. Die Schlüsselzahl B96 hebt die Kombination auf 4.250 kg an, BE erlaubt einen Anhänger über 750 kg bis 3.500 kg. Details stehen im Überblick zum Lkw-Führerschein in Deutschland.
Autotransporter sind Spezialgerät mit engem Käuferkreis: Fahrzeuglogistiker, Autohäuser mit Fuhrpark, Überführungsdienste. Der Restwert hängt daher weniger am Kilometerstand als am Zustand der Hydraulik, an der Zahl der Stellplätze und daran, ob der Aufbau heutige Fahrzeuggrößen und die Anforderungen an die Ladungssicherung abbildet. Einheiten mit verstellbaren Ebenen und dokumentierter Prüfhistorie halten ihren Wert besser als starre Altkonstruktionen. Nach unten hin stabilisiert der Export die Preise, wie der Beitrag zum Export gebrauchter Lkw zeigt. Eine konkrete Zahl für Ihr Fahrzeug liefert die kostenlose Bewertung auf Basis realer Verkäufe; danach bieten geprüfte Händler aus über 34 Ländern verbindlich – Nutzfahrzeug verkaufen mit truckoo.
Der Sattelzug darf 16,50 m messen, der Zug aus Lastkraftwagen und Anhänger 18,75 m – § 32 Absatz 7 StVZO verweist dafür auf Absatz 4 Nummer 2 und Nummer 4. Mit überstehender Ladung gilt § 22 Absatz 4 StVO: Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf nicht länger als 20,75 m sein.
Üblich sind Einheiten für einen bis zehn Pkw; im Schwerlastverkehr liegt die gängige Zuladung bei acht bis zehn Fahrzeugen auf zwei Ebenen. Die Zahl hängt von Länge und Höhe der Ladung ab.
Für Sattelzug und Gliederzug die Klasse CE, für einen Motorwagen ohne Anhänger C. Fahrzeuge von 3.500 kg bis 7.500 kg fallen unter C1, die Kombination bis 12.000 kg unter C1E; im 3,5-t-Segment genügt B, mit Anhänger B96 oder BE.
Über Radvorleger, die das Rad formschlüssig blockieren, und über niedergezurrte Zurrmittel. § 22 Absatz 1 StVO verlangt eine Sicherung, die auch bei Vollbremsung hält; die VDI 2700 Blatt 8 fordert für Fahrbahnbleche einen Gleitreibwiderstandsbeiwert von mindestens 0,4.
4,00 m. Diese Grenze gilt nach § 32 Absatz 2 StVZO für das Fahrzeug und nach § 22 Absatz 2 StVO für Fahrzeug und Ladung zusammen; dieselben 4,00 m nennt Anhang I Nummer 1.3 der Richtlinie 96/53/EG.
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